Panel pour les 2èmes Journées suisses d'histoire, 6 février 2010
Panel sur le site web des journées d'histoire
Résumé
La carte permet de synthétiser la complexité, d’observer un pays ou une région en un coup d’œil, de situer la population, ses mouvements, les actions politiques et les activités économiques dans l’espace tout en tenant compte du temps, d’où un intérêt permanent de la part des sciences historiques.
Grâce à l'utilisation de l'ordinateur, la carte est devenue un instrument flexible et dynamique, à la même de représenter le changement en croisant le temps et l’espace. Les données historiques et les cartes peuvent être interconnectées, commentées et peuvent désormais livrer des représentations à la demande ainsi que des animations taillées sur mesure.
D'autre part, la cartographie est soumise depuis toujours au croisement de connaissances interdisciplinaires, telles que la géographie humaine, la cartographie, la statistique, l’histoire politique, économique et sociale et, bien sur, depuis une vingtaine d’années, l’informatique.
Le panel propose de montrer comment des historiennes et des historiens, en collaboration avec des spécialistes des autres disciplines (géographes, statisticiens, politologues, économistes etc.), ont apprivoisé les nouveaux outils à disposition, quelles nouvelles perspectives méthodologiques ils ouvrent, mais aussi quels sont les problèmes et dangers liés à ceux-ci.
Andreas Kunz
Ein wesentlicher Aspekt von GIS-gestützten historischen Informationssystemen ist die Möglichkeit, historisch Daten auf der Basis sich verändernder politischer und administrativer Grenzen zeit- und raumbezogen aufzunehmen, vorzuhalten und durch gezielte Abfrage bzw. online Kartenerstellung (web mapping) zu visualisieren. Der Beitrag beschreibt zunächst die Modellierung von dynamischen Grenzen in einer GIS-Datenbank und ihrer Zuordnung zu historischen Räumen. Dies geschieht am Beispiel des am Institut für Europäische Geschichte Mainz und der Fachhochschule Mainz betriebenen historischen Informationssystems "HGIS Germany" (www.hgis-germany.de) sowie in einem neuen Anschlussprojekt zur Geschichte Europas seit 1500, dem "Atlas Europa" ( www.ieg-maps.uni-mainz.de/AtlasEuropa/), der neben thematischen digitalen Karten auch eine GIS-Plattform beinhalten wird. In einem zweiten Schritt werden dann die statistischen Verfahren, die auf der Basis der raumbezogenen Datenhaltung in einem GIS möglich sind, gezeigt. Schließlich sollen drittens einige methodologische Fragen und Perspektiven, die sich aus der neuen GIS-Technik und ihrer Anwendung auf historische Entwicklungen ergeben, thematisiert und diskutiert werden.
René Sieber
Der Nationalatlas "Atlas der Schweiz" wird im Frühjahr 2010 in seiner dritten interaktiven Version erscheinen. Das thematische Programm des Atlas umfasst die Bereiche Natur & Umwelt, Gesellschaft, Wirtschaft, Staat & Politik, Energie, Verkehr sowie Kommunikation, mit insgesamt über 1300 Karten. Innerhalb dieser Palette finden sich auch einige Themen, die mehrere Jahrhunderte oder gar Jahrtausende zurückblicken, so z.B. die Schweiz zur letzten Eiszeit, Frühere Vegetationsstände und Volkszählungsdaten ab 1850. Der Atlas bietet die Möglichkeit, mittels einer Zeitmaschine in historische Zeiten zurück zu gehen und diese mit aktuellen Daten zu vergleichen.
Ab 2010 wird eine neue Generation des Atlas der Schweiz geplant, welche es Experten wie auch Laien erlauben soll, eigene Daten in den Atlas einzubringen. Damit wäre es für Fachgruppen wie etwa Historiker sehr einfach, ihre räumlichen Daten intern oder öffentlich zu visualisieren und dokumentieren sowie mit Daten anderer Fachbereiche zu verknüpfen.
Martin Rickenbacher
Unser Lebensraum ist permanent Veränderungen unterworfen, alles ist relativ. Seit der Gründung des Bureau topographique fédéral in Genf von 1838 und der damit verbundenen Institutionalisierung der Landesvermessung als Staatsaufgabe unter Guillaume-Henri Dufour wird die Schweiz periodisch vermessen und kartiert. In dieser Zeitspanne hat sich eine grosse Zahl von Karten, terrestrische Fotos und Flugbilder akkumuliert, die in ihrer Gesamtheit als Teil eines nationalen Landschaftsgedächtnisses der Schweiz betrachtet werden kann. Anhand dieser Dokumente aus den historischen Beständen des Bundesamtes für Landestopografie swisstopo können frühere Landschaftszustände rekonstruiert werden, und es sind Aussagen über Veränderungen der Umwelt (Vergletscherung, Veränderungen der Vegetation und der Siedlungsstruktur, Höhenänderungen von Berggipfeln, Veränderungen im Verlauf der Landesgrenze) möglich. Das Referat vermittelt einen Überblick über die Geschichte der einzelnen Landeskartenwerke samt ihrer Grundlagen und zeigt anhand exemplarischer Beispiele den Wert dieses nationalen Kulturgutes für historische Fragestellungen auf.
Clément Crevoisier
La création d’un atlas historique est complexe et demande des compétences multiples. Plusieurs questions se posent: délimitation spatio-temporelle, accès aux spécialistes dans le cadre d’une approche pluridisciplinaire, moyens techniques et financiers à disposition, utilisation politique. L’objectif premier de l’Atlas historique du Jura est de produire des cartes de base destinées à une publication papier utile à un large public. Le deuxième objectif est de produire un système de visualisation dynamique multi-niveaux de séries statistiques longitudinales (cantons, districts, communes). Nous présenterons l’état des travaux et les limites d’une telle démarche.